Montag, 30. November 2009

Welt-Aids-Tag

Fast schon ist es Brauchtum: Morgen, am 1. Dezember, ist wieder Welt-Aids-Tag. Vielerorts dekorieren sich Menschen mit roten Schleifen, werfen den einen oder anderen Euro in Sammelbüchsen, schauen betroffen, benennen sich solidarisch mit Positiven, gedenken der Toten oder wirken auf andere Art und Weise wie Statisten in “Philadelphia”.

Es scheint, als sei es der Tag der Anderen, der Positiven. Ist es aber nicht! Es ist ein Tag, der sich in erster Linie an uns Negative richtet. Wir sind keine Statisten oder gar Zuschauer in einem Drama, das irgendwo abseits stattfindet.

Alle Präventionsinitiativen, alle Appelle an die Eigenverantwortlichkeit, alle Aufklärungskampagnen richten sich an uns Negative. Die Verantwortung für die eigene Gesundheit lässt sich nicht wegdelegieren, weder an Positive noch an vermeintlich Negative.

Kein Positiver hat wirklich etwas davon, wenn sich jemand mit dem Red Ribbon behängt. Soll die Erinnerung an das dekorierte Revers trösten, wenn die nächste Jobabsage wegen des HIV-Status im Briefkasten liegt? Benachteiligt die Ablehnung einer Lebensversicherung mit Schleifchen weniger? Schmerzt das abgesagte Date dann nicht so sehr?

Ausgrenzung, Benachteiligung, und Ablehnung positiver Menschen geht von uns Negativen aus.

Der Welt-Aids-Tag ist unser Tag. Wir können mehr als Schleifentragen.

Sonntag, 22. November 2009

Ohrwurm des Tages

Was für ein cooles Remake!

Samstag, 21. November 2009

Warmstart

Bei spätsommerlichen Temperaturen wurde heute in Coesfeld der “Lichtersamstag” begangen. Dabei handelt es sich um eine Veranstaltung des Stadtmarketings, bei der die Weihnachtsbeleuchtung entlang der Einkaufsstraßen in Betrieb genommen wird.

Den Organisatoren war wohl auch schnell klar, dass “Leise rieselt der Schnee” nicht wirklich stimmungsvoll gewesen wäre, also besangen einfach Spliff italienische Nudelgerichte… Westfälischer Pragmatismus.

Weniger pragmatisch zog sich mein Magen zusammen, als der Pommesbaron mit neuem Baumschmuck ankam:

Donnerstag, 19. November 2009

Mediale Motivation

Irgendwie sagt mir mein Bauchgefühl, dass die Schweizer es geschickter anstellen, die Bevölkerung zur Grippe-Impfung zu animieren...



Bild ist bestimmt neidisch auf den "Blick am Abend".

Montag, 16. November 2009

Weisheiten aus dem blauen Salon

Es ist gelogen, dass Videogames Kids beeinflussen: Hätte Pac Man das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören.

Montag, 9. November 2009

Ruf nach Stille

Heute hab ich eine gar nicht mal so dumme Antwort auf die Anti-Minarett-Initiative gesehen:

Mehr hier.

Donnerstag, 5. November 2009

Fremd

Heute war ich wieder bei Aldi Suisse einkaufen, hab es mir aber gespart, eine Plastiktüte zu kaufen – es passte schließlich alles in den Obstbeutel, den es zu den Äpfeln gratis dazugab.

Im Anschluss “im Vertrauen” darauf hingewiesen worden, dass der Verzicht auf die Tasche mit großem Aldi-Emblem wohl auch schlauer sei. Viele Schweizer hätten ja ein Problem mit nicht-schweizerischen Handelsketten wie Aldi oder Lidl.

In die gleiche Kerbe der Fremdenfeindlichkeit schlägt wohl auch diese Plakatierung (gesehen gestern am Bahnhof):

Mit ausländischem Geld auf Schweizer Bankkonten hat man ganz offensichtlich weniger Probleme. Jedenfalls habe ich noch kein entsprechendes Plakat gesehen oder abfällige Bemerkung gehört.

 

- Clamix unterwegs

Dienstag, 3. November 2009

Grippe-Impfung

Die Diskussion “Impfen oder nicht impfen” läuft auf Hochtouren – hier in der Schweiz ebenso wie in Deutschland. Rechtzeitig zum Start der Verabreichung der Seren an die gesamte Bevölkerung schreiben fast alle Zeitungen von “zweiter Welle” und “Infektionsexplosion”. Gutes Timing…

Auch wenn die Grippe H1N1 (die sogenannte Schweinegrippe) nicht den anfangs befürchteten tödlichen Verlauf hat, werde ich mich wohl impfen lassen. Die Überlegung ist einfach: Lieber einen Tag Kribbeln im Oberarm als eine Woche lang Übelkeit.
 
- Clamix unterwegs