Sonntag, 28. Juni 2009

40 Jahre

ist es nun her, dass sich Drag Queens (vulgo: Tunten, ausgerechnet!) bei einer Polizeirazzia im Stonewall Inn auf der Christopher Street nicht einfach abführen ließen, sondern sich gegen die Staatsgewalt auflehnten.

Dieser Aufstand wird als Beginn der Schwulenbewegung in der westlichen Welt gesehen. Vielerorts hat sie sogar bis zur völligen rechtlichen Gleichstellung geführt, allerdings noch nicht in Deutschland. Die erste Schwulendemo auf deutschem Boden fand 1972 im westfälischen Münster statt.

Wie in jeder CSD-Saison wird es auch in diesem Jahr wieder Stimmen geben, die behaupten, all die “Paradiesvögel und Exoten”, die Fummeltrinen und falschen Nonnen repräsentierten nicht wirklich die Schwulen die draußen im Lande. Mag sein, aber sie waren und sind mutiger als die angepasste Mehrheit! Wenn es für Schwule so etwas wie ein geschichtliches Erbe gibt, dann verdienen die Drag Queens darin einen Ehrenplatz und mindestens unseren Respekt.

Hier übrigens eine tolle Reportage über das Stonewall, und hier die originalen Polizeiakten der Ausschreitungen.

1 Kommentare:

Rich Rubin hat gesagt…

und wenn fesche drags auch noch transparente mit der aufschrift "gleiche rechte für alle" tragen, dann bin ich am csd wirklich happy.

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